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![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Der unwerte Mann Meint ewig zu leben, Wenn er vor Gefechten flieht. Das Alter gönnt ihm Doch endlich nicht Frieden. Obwohl der Speer ihn spart. · Havamal ·
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Bau eines schaukampftauglichen Schildes
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HilfsmittelZusätzlich zu den Verbrauchsmaterialien werden folgende Dinge gebraucht: Eimer Wasser, SchildbauZunächst wird die Rohhaut in einem Eimer Wasser eingeweicht. Wir brauchen sie zwar erst gegen Ende, sie braucht aber relativ lange (12 Stunden) bis sie weich genug zur Verarbeitung ist. Am besten einfach in den Eimer und stehen lassen bis sie gebraucht wird (es sei denn das dauert Wochenlang). Wenn die Rohhaut eines Kauknochens verwendet wird, kann es sein, dass der Eimer unangenehm riecht. Also am besten draussen aufstellen, aber darauf achten, dass Tiere nicht in die Nähe des Eimers kommen. Jetzt können die beiden Sperrholzblätter verleimt werden. Sie werden erst später zugeschnitten, damit auch die Ränder ordentlich verleimt sind. Zwischen die Blätter wird eine Lage der Stoffreste eingeleimt, das macht den Schild flexibler. Mit Leim nicht zu sparsam sein! Das ganze feste einspannen, am besten zwischen Werkbank und einer hinreichend grossen, schweren Platte und mit mehreren Schraubzwingen fixieren. Wenn der Leim ausgehärtet ist (siehe Beschreibung auf der Verpackung), kann die Form ausgesägt werden. Der Mindestradius des Kreises ist die Strecke zwischen Fingerknöcheln und Ellbogen, aber es gilt: je grösser desto besser! Einen grossen Kreis kann man einfach anzeichnen, indem man einen Nagel in die Mitte der Platte schlägt, daran ein Stück Schnur befestigt und in Länge des Radius einen Bleistift festknotet. Mit dem Bleistift bei gestreckter Schnur einmal rund fahren. In der Mitte wird ein rundes Loch in Grösse des Schildbuckels ausgesägt. Die Kanten sollten geglättet werden. Davon sieht man zwar später nichts mehr, aber an einer gebrochenen Kante reisst die Bespannung nicht so schnell wie an einer scharfen. Der Schildgriff kann geschnitzt werden, muss aber nicht. Er sollte in der Mitte so dick sein, dass er gut gegriffen werden kann. Es macht auch Sinn die beiden Enden etwas abzuflachen. Der Schildgriff sollte vor der Bespannung mittig über dem Schildbuckel-Loch auf der Rückseite des Schildes montiert werden, damit die Schlossschrauben, bzw. Nieten, unter der Bespannung verschwinden. An dem Griff wird der Schild später geführt, d.h. er wird sehr stark belastet. Die Befestigung sollte daher sehr fest sein. Jetzt kann die Vorderseite des Schildes mit Stoff bespannt werden. Zuerst wird das Sperrholz sehr grosszügig mit Leim bestrichen, dann eine Stofflage darauf gelegt und relativ stramm um die Ränder gezogen. Den Schild umdrehen und die grobe Form aus dem Stoff schneiden (also rund um den Schild herum). Den Überstand rundherum zum Schild hin alle 2cm einschneiden. Den Rand des Schildes wieder grosszügig mit Leim bestreichen und die Stoffstücke umlegen, ziehen und andrücken und nochmals mit Leim bestreichen. In der Mitte werden zum Rand hin Schnitte gemacht, so dass sich Dreiecke bilden, die genau wie der äussere Rand auf die Schildrückseite umgelegt und verleimt werden. Dem Leim sollte man genügend Zeit zum trocknen lassen bevor man anfängt den Schild individuell zu bemalen. Ausserdem empfiehlt es sich überschüssigen Leim abzuschleifen, da sonst später die Spachtelrillen sichtbar bleiben. Für Motivvorschläge sollte man sich nach Schnitzereien und anderen authentischen Verzierungen umsehen. Man ist allerdings relativ frei in der Gestaltung. Nachdem die Farbe getrocknet ist kann der Schildrand angebracht werden. Dazu nimmt man möglichst lange, 5-6cm breite Rohhautstreifen und befestigt eine Ecke mit einem Nagel auf der Vorderseite des Schildes. Die Nägel sollen aus der Rückseite rausstehen und noch nicht umgeschlagen werden! Im Abstand einer Hammerkopflänge (ca. 10-12cm) wird der nächste Nagel eingeschlagen, wobei die Rohhaut auf Spannung gezogen wird. So macht man die ganze Vorderseite fertig, die Rohhaut klappt sich dabei immer wieder nach vorne und wird möglichst erst zum Schluss nach und nach auf die Schildrückseite umgeklappt. Auf der Rückseite wird die Haut unter Spannung über die Nagelspitzen gezogen und diese zur Mitte hin umgeschlagen und versenkt. Dabei sollte man auf den Nagelkopf auf der Vorderseite des Schildes auf einen Gegenschlag legen damit er nicht durch die Schläge auf die Spitze aus dem Holz getrieben wird. Nachdem alle Nägel versenkt sind, wird der Schild auf eine flache Fläche (Werkbank) gelegt und die Rohhaut auf der Rückseite wird beschwert (mit Steinen, Eisenteilen, Büchern, was so rumliegt). Dadurch wird verhindert, dass sich Falten im Rand bilden. Die Rohhaut braucht zum trocknen etwa genauso lang wie zum weich werden (ca. 12 Stunden). Erst ganz zum Schluss wird der Schildbuckel montiert. Entweder man vernietet ihn oder befestigt ihn mit langen geschmiedeten Vierkantnägeln die man auf der Rückseite umschlägt und versenkt (wieder: Gegenschlag nicht vergessen!). Jetzt kann zusätzlich auf der Rückseite des Schildes ein Trageriemen angebracht werden. Der Riemen sollte auf der Vorderseite eine Schnalle haben, die ungefähr auf der Mitte des Oberkörpers sitzt. TippsHolz kauft man am besten im Holzbedarf und nicht im Baummarkt! Im Baumarkt ist Holz normalerweise wesentlich teurer und im Holzbedarf kann man Glück haben und das benötigte aus Reststücken (fast) umsonst bekommen. Keine Hohlnieten verwenden! Hohlnieten sehen einfach bekloppt aus, damit ist man der Lacher auf jeder Veranstaltung. Einen Kommentar schreiben:Bitte gib deinen richtigen Namen und deine EMail Adresse an, wenn du einen Kommentar abgeben möchtest. Einträge ohne diese Angaben werden von uns abgelehnt und gegebenenfalls gelöscht. Wir bitten um konstruktive Kritik und qualifizierte Kommentare! 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Kommentare zu diesem Beitrag:
24.08.2004, 11:54 Uhr
11.07.2005, 00:39 Uhr
habe ein schild nach dieser anleitung gebaut und bin nur
platt. es ist zwar schn etwas zeitaufwendig aber leute es lohnt sich.son schild hält echt was aus, der buckel wackelt nicht.... einfach toll.habe allerdings eine platte pappel mit 8 mm genommen und eine platte pappel mit 4 mm vorne drauf geleimt. folglich 1,2 mm aber immernoch superleicht und robust.
gruß alrik
11.07.2005, 00:44 Uhr
gruß alrik
21.08.2005, 17:42 Uhr
baue selbst Schilde und muß sagen, das ist echt eine super Anleitung.
Ich würde aber von reinen Pappelschildern abraten, da mir solche schon beim Schwertkampf gebrochen sind.
Gruß hakon
05.09.2005, 10:14 Uhr
Ich find eure Seite mit Abstand die beste die ich im Netz finden konnte.
Ich muß mal was zu der Plattenstärke sagen.Besser ist ein 12mm starkes Schild aus 3 4mm Starken Platten.jeweils sollte eine Lage Nesselstoff (im Fachhandel ab 1Euro der Meter zubeziehen)zwischen die Lagen gelegt werden.Dennoch ist es von Nöten auch auf den Faserverlauf zu achten so das das ganze Endgebilde jeweils abgesperrt ist zu der davorigen Lage. Das heißt laufen dei Holzfasern in den beiden äußeren lagen senkrecht so sollte die innere Lage waagerecht verlaufen oder umgekehrt.Dies stabilisiert nicht nur sondern verindert auch ein Verziehen durch Feuchtigkeit und erhöht somit die Haltbarkeit alleraufgebrachten Elemente wie Schildbuckel und Schildgriff.Dabei ist irrelevant ob da Stoff zwischen liegt oder nicht.Jedoch sollte man sich für Stoff entscheiden gilt :Bei 3lagigen Schilden immer zwei Stofflagen zwischen die einzelnen Schichten gelegt werden.
20.11.2005, 18:43 Uhr
denn als holz würde ich lieber plastik nehmen
15.06.2006, 13:53 Uhr
13.12.2006, 16:59 Uhr
Falls Du es liest....
Nägel durch die Fessel nur bei vorgebohrten Löchern! Hartholz reißt leichter. Deshalb wird auch vermutet, dass Kampfschilder früher aus Weichholz (Pappel) gefertigt wurden, da dass Holz nicht so leicht bricht und steckengebliebene Pfeile oder Sperre können leichter wieder verwendet werden.
12.01.2007, 13:51 Uhr
und wegen hart und weich holz wie wäres wen man die oberste schicht hart der kerbenwegen und die 2 unteren weichholz des flexes wegen nimmt??? ich denke ich werde das ganze auch mal ausprobieren glg
12.01.2007, 22:01 Uhr
WIr bauen beide Sorten, einmal den Wiki und einmal den Normannenschild, welcher auf oben beschriebene Weise funktioniert. Nur daß zwischen die einzelnen Holzschichten (wir nehmen außen Birke, innen Pappel) noch Stoff eingeklebt wird, meist Leinen, und dann, wenn der Leim zwischen den Platten frisch ist, noch bevor die Form gesägt wird, wird das ganze Gebilde mit Spanngurten (wie zur Ladungssicherung) unter Spannung gesetzt, bis es den gewünschten Radius hat. Danach wird der Leim ausgehärtet und voilá ! Man kann ne prima Form sägen.
27.02.2007, 01:30 Uhr
Da ich in der nächsten Zeit umziehe und meine Wohnung Mittelalterlich einrichten will, brauch ich auch ein oder mehrere Schilder. Wollte so mal nachfragen ob sich diese Dachpappen Nägel auch eignen? Und dann wollte ich mal wissen für was denn die Rohhaut genau sein soll?
MfG
Dennis
27.02.2007, 09:01 Uhr
05.06.2007, 20:49 Uhr
30.07.2007, 23:59 Uhr
31.07.2007, 08:48 Uhr
10.08.2007, 16:30 Uhr
20.08.2007, 09:20 Uhr
20.08.2007, 14:56 Uhr
17.04.2008, 18:19 Uhr
ausgeschnittenen keil,kenne auch eine bauanleitung,wo man
ringe ausschneiden muß.was ich gerne wissen würde,ob die schilder früher auch geklebt worden sind.wenn ja,mit was für
ein leim? hab schon was von birkenpech und knochenleim gelesen,wurde aber nicht erwähnt,ob es auch beim schildbau
benutzt wurde.
07.04.2009, 11:13 Uhr