Das Hlynsbakkaætt
lynsbakki ist die Isländische Übersetzung des Namens meines Heimatortes "Lünebach". "Lüne" kommt vom mittelniederdeutschen Wort "Löne", was soviel wie "Ahorn" bedeutet. Auf Isländisch ist das "Hlynur". Der "Bach" heisst auf Isländisch "Bakki". "Hlynsbakkaætt" ist somit also die "Sippe vom Ahornbach" - Lünebacher halt.
Da nicht alle Mitglieder der Trebeta sich voll stolz "Lünebacher" nennen dürfen sondern im Gegenteil die meisten im Exil in Trier leben, fiel die Namenswahl zugunsten der Römerstadt aus - aber das was Weissen, Stefan und ich unsere Heimat nennen wollen wir euch nicht vorenthalten.
as Wappen der Gemeinde Lünebach ist ein neunmal von Silber und Blau geteiltes Schild mit rotem Balkenkreuz, belegt mit silberner Krone mit goldenen Steinen.
Lünebach gehörte ehemals zur Landesherrschaft des Hofes Pronsfeld, welcher je zur Hälfte dem Herzogtum Luxemburg und dem Kurfüstentum Trier gehörte. Daher sind im Wappen die luxemburgischen Farben (Silber und Blau) und das rote Kreuz von Kurtrier. Die Krone ist ein Attribut der Pfarrpatronin St. Gertrud.
Am 13.12.1965 wurde das Wappen durch das Ministerium des Inneren genehmigt.
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Der Bach "Lünebach" gibt dem Ort seinen Namen. Mehrere Quellen im Laucher Wald und bei Orlenbach speisen den Lünebach, im Ort mündet er in die Prüm. |
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rstmals ist eine Anwesenheit von Menschen in der jüngeren Steinzeit (3500 bis 1800 v.Chr.) durch Funde belegbar. Die Siedler waren sesshafte Weidebauern, die die Kalkgebiete und die Flussniederungen für ihr Vieh suchten. Die meisten Funde stammen aus dem Prümer Kalkgebiet um Schwirzheim sowie der sich anschliessenden Täler zwischen Waxweiler, Lierfeld, Masthorn, Lichtenborn und Irrhausen. Doch erst seit der Latène Zeit ist eine Dauerbesiedelung unseres Raumes nachweisbar. In römischen Schriften wird ein keltischer Stamm, die Treverer, als Ureinwohner der Region genannt.
Seit ca. 600 v.Chr. dringen germanische Stämme von Norden her in das Prümer Kalkgebiet ein. Später vermischen sich die Cäroser mit den Treverern.
50 v.Chr. werden unsere Vorfahren von Cäsars Legionen unterworfen. 35 Jahre später gründet Kaiser Augustus das Nachschubzentrum "Augusta Treverorum" - Trier. Die Südeifel gehört jetzt zur Provinz "Belgica Prima".
Die Römer besiedelten zunächst das Bitburger Gutland und die Prümer Kalkgebiete. Am Anfang des dritten Jahrhunderts sind diese Gebiete bereits dicht besiedelt und die Römer dringen über Lünebach hinaus nach Daleiden und Dasburg vor. Auf dem Auelsberg in Lünebach finden sich 1824 Reste einer römischen Heerstrasse und Ziegelsteine von Gebäuden. Dort wurde auch ein mit Silber verzierter eiserner Degenkopf gefunden. Die an der Strasse zur Schlossheck entdeckten Hügelgräber stammen wohl auch aus römischer Zeit.
Auf dem Tonnenberg (früher "Tomberg"), nördlich von Strickscheid, ist ein Einzelgrab von 25m Durchmesser und 3m Höhe erhalten.
Wahrscheinlich wurde in diesen Hügelgräbern die Herrensippe bestattet, während deren Knechte in einfachen Gräbern beigesetzt wurden. Solche wurden bei Orlenbach entdeckt.
Die zeitliche Einordnung der Hügelgräber ist nicht gesichert, da sie von der älteren Eisenzeit bis ins dritte Jahrhundert beibehalten wurden.
Gegen Ende des vierten Jahrhunderts schliesslich klingt die römische Blütezeit aus. Um 410 werden die letzten Truppen zurück nach Hause abkommandiert.
Seit dem 5. Jahrhundert gelangen fränkische Völker den Kalkgebieten folgend in die Eifel. Auch sie besiedeln zunächst den fruchtbaren Boden der Prümer Kalkmulde und lassen sich als sesshafte Bauern niedern. Heute erkennt man viele der damals entstandenen Siedlungen an Endungen auf "heim" und "dorf" (zB Büdesheim, Weinsheim, Heisdorf, Hersdorf).
Die fränkischen Könige vermachen schon sehr früh grosse Teile des ehemaligen römischen Fiskalgutes an ihre Grundherren.
Durch die starke Bevölkerungszunahme wird das Kalkgebiet zu eng. Vom 9. bis zum 14. Jahrhundert dauert eine Rodeperiode der bis dahin dicht bewaldeten Schiefergebiete von Islek und Schneifel an, die einen beträchtlichen Teil der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche gewinnt. Die Ausbauorte mit Endungen auf "bach", "feld", "berg", "born" und "loch" liegen alle dicht um das Kalkgebiet herum. Gleichzeitig entsteht die Verteilung von Wald und Land wie sie sich in ihren Grundzügen bis heute erhalten hat.
Im Mittelalter wird Lünebach zum erstenmal urkundlich in einem Dokument aus dem Jahre 1198 genannt. Unter verschiedenen Namen wird die Ortschaft im 14. und 15. Jahrhundert erwähnt. "Lonenbach" im Jahr 1352, "Luyngenbach" in 1356. 1451 wird sie "Loebach" genannt.
Im späten Mittelalter bilden sich Verwaltungsbezirke, Höfe oder Hofsbezirke. Der Hof Pronsfeld ist im Besitz der Abtei Prüm und besteht aus 22 Gemeinden und umfasst 220 Häuser. Vier Herren teilen sich die Herrschaft über ihn.
Als im Jahr 1789 in Frankreich die grosse Revolution ausbricht endet die Grundherrschaft und die allgemeinen Menschenrechte werden verkündet: "Alle Menschen sind und bleiben von Geburt an frei und gleich". Die Kunde der Pariser Ereignisse dringt zwar schnell nach Prüm durch, findet dort aber nur wenige Anhänger. Der Prümer Kaufmann Jakob Goldschmitt und der Lünebacher Notar Mass halten nächtliche Versammlungen ab und stiften allgemeine Unzufriedenheit - mit mässigem Erfolg.
1794 erobert Frankreich das linke Rheinufer. Ab 1797 gehören diese Gebiete zur fanzösichen Republik und werden ein Jahr später in Departements eingeteilt. Diese wiederum in Arrondissements und Kantons. Die unterste Einheit ist die Mairie, die Bürgermeisterei.
Der ehemalige Hof Pronsfeld kommt zum Wälder-Departement, Bezirk Bitburg, Amt Arzfeld.
Die französische Herrschaft endet mit der Niederlage Frankreichs 1813. Auf dem Wiener Kongress wird das Wälder-Departement dem Generalgouvernement Mittelrhein angegliedert und gehört durch Patent vom 05.04.1825 dem Königreich Preussen an.
Am 23.04.1816 wird der Regierungsbezirk Trier gegründet, zu dem auch der Kreis Prüm gehört.
Lünebach ist eine der 29 Landesbürgermeistereien des Kreises Prüm und umfasst die acht Gemeinden Dackscheid, Eilscheid, Euscheid, Lierfeld, Lünebach, Matzerath, Merlscheid und Strickscheid.
Am 03.12.1934 gehört Lünebach zum Amt Waxweiler und wird in Personalunion von der Bürgermeisterei Waxweiler mitverwaltet.
Durch Aufnahme der Verfassung in der Volksabstimmung wird am 18.05.1947 das Land Rheinland/Pflaz konstituiert, welchem der Bezirk Trier angehört.
Bei der Neuordnung der Kreise in den Jahren 1969 bis 1971 werden sämtliche Kreise neu geordnet. Seitdem besteht der Regierungsbezirk Trier aus den fünf Kreisen: Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm, Daun, Trier-Saarburg und Trier-Stadt.
Die Verwaltungseinheit "Amt" wird im Jahr 1968 in "Verbandsgemeinde" umbenannt. Lünebach gehört seitdem zur Verbandsgeminde Arzfeld.
nach Franz Josef-Booch: Lünebach - seine Geschichte
n den Jahren 1370 und 1371 befand sich Walram von Sponheim-Kreuznach, der Vater des späteren Lehensherren von Lünebach, Graf Simon III. von Sponheim und Vianden, in Fehde mit dem Pfalzgrafen bei Rhein. Phillipp von Bolanden, der pfalzgräfliche Lehensmann auf Burg Altenbamberg (bei Kreuznach), an welcher Graf Walram Anteil hatte, warf diesem vor ihm ohne Fehdeansage Altenbamberg weggenommen und ihn aus der Naumburg (bei Kirn) geworfen zu haben. Philipps Gefolge nahm Graf Walram fest und kerkerte ihn in der Kropsburg ein. Um seine Freiheit zurück zu erlangen stellte Walram Geiseln. Unter der Bedingung, dass er sich mit Philipp von Bolanden versöhne wurde er wieder auf freien Fuss gesetzt. Dieses muss Walram missverstanden haben, denn er stellt sich Phillip nicht, da er der Meinung ist Philipp habe ihn und die Geiseln von allem losgesprochen. Sogar die Geiseln widersprachen dem und erklärten Walram zu ihrem Feind. In Nürnberg, am Hofe Kaiser Karls IV. sollte die Sache entschieden werden. Zwischenzeitlich nahm allerdings Walram Philipp gefangen, worauf beide Parteien anfingen Soldaten anzuwerben. So gewinnt Walram den Ritter Konrad von Tomberg zum Preis von 1200 Gulden als Gefolgsmann.
Am 28. August 1371 beendete Erzbischof Cuno von Falkensteins Schiedsspruch schliesslich die Fehde.
Am 5. Dezember 1374 aber überfiehl Ritter Konrad von Tomberg die Dörfer Pronsfeld und Lünebach. Als sich Graf Simons (Walrams Sohn) und Konrads Beauftragte am 18. Mai 1375 in Traben an der Mosel vor einem kaiserlichen Notar trafen um den Streit zu verhandeln stellte sich heraus, dass Graf Walram seinerzeit dem Ritter Konrad nicht die volle Summe ausbezahlt hatte. Laut Konrad fehlten noch 800 Gulden an der Summe, die er sich nun von Walrams Sohn holen wollte.
Graf Simon bestritt Konrads Forderungen unter Eid und gab an, dass sein Vater ihm lange vor der Fehde mit Konrad von Tomberg die Dörfer Pronsfeld und Lünebach geschenkt habe. Da er das mit Urkunden belegen konnte und die Schöffen und Lehensleute beider Dörfer seine Angaben bestätigten wurde Konrad dazu verurteilt den angerichteten Schaden zu ersetzen.
Am 2. Juni 1375 traf sich Graf Simon mit seinem Gefolge unter der Gerichtslinde in Pronsfeld, wo jeder seinen Schaden "eher zu hoch als zu niedrig" beziffern sollte. Darüber wurde eine Urkunde ausgestellt, welche sich im Archiv der Grafen von Sponheim bis heute erhalten hat.
Dies war allerdings nur der erste von zwei Überfällen auf die beiden Dörfer. Kurz nachdem Konrad Lünebach und Pronsfeld plünderte, überfiehl und brandschatzte Gerhard von Blankenheim, Herr der Kasselburg (bei Gerolstein) ebenfalls die beiden Dörfer. Im Anschluss bot er der gemarterten Bevölkerung an sie vor Ritter Konrad und seinen Männern zu schützen - natürlich gegen Bezahlung.
nach Heinz Schmitt: Pronsfeld und Lünebach in der Sponheim-Tombergischen Fehde im Jahre 1375, erschienen im Heimatkalender 1998 des Landkreises Bitburg Prüm
m 1927 erschienenen Buch "Geschichte der Pfarreien der Diözese Trier" wird Lünebach auch ausführlich erwähnt. Der vollständige Text ist hier zu finden.
"Für die Gemarkung ist durch den Fund eines Hügelgrabes und anderer Funde aus
keltisch-römischer Zeit eine frühe Besiedlung belegt. Die erste urkundliche
Erwähnung geht zurück auf 1198 als "Loynbach". Im Ortsnamen steckt vermutlich
das mittelniederdeutsche Wort "löne" in der Bedeutung "Ahorn". In der Feudalzeit
gehörte Lünebach zum Hof Pronsfeld. Unter den Franzosen war der Ort dem Kanton
Arzfeld angegliedert. In preußischer Zeit wurde Lünebach zunächst Sitz einer
Landbürgermeisterei, die 1934 in der Amtsbürgermeisterei Waxweiler aufging. 1907
erhielt Lünebach einen eigenen Bahnanschluß, der seit den 60er Jahren wieder
rückgebaut wurde. Im Zuge der Ardennenoffensive wurde der Ort zu 80% zerstört."
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Thomas
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